Menu

 

Fragen & Antworten

 zurück >>

Was ist der Unterschied zwischen "Vulkollan" und "PU"?

 

"Vulkollan" ist eine Handelsbezeichnung für kompaktes, ungeschäumtes Gießpolyurethan der Fa. Bayer AG, Leverkusen. Bayer gilt zugleich als Erfinder von Polyurethan, "Vulkollan" ist seit den 1960er Jahren zugleich auch die älteste industriell eingesetzte Polyurethanrezeptur und wird mit Erfolg bis heute in zahlreichen Anwendungen verwendet.

Unter „PU“ bzw. „Polyurethan“ werden im gängigen Sprachgebrauch sämtliche weiteren Gießpolyurethane am Markt zusammengefaßt.

Allen diesen Polyurethansystemen gemeinsam ist die Verarbeitung in den verschiedensten Spielarten des Gießverfahrens.

Die „Vulkollan“ – Herstellung und die Verwendung der Rohstoffkomponenten ist dabei von Bayer exakt vorgeschrieben, nur lizenzierte Verarbeiter dürfen auch Original-Vulkollan anbieten.
Als Rohstoffe werden dabei lineare Polyester als Polyolkomponente, Diisocyanate und Dialkohole als Vernetzungsprodukte verwendet, die einen homogenen, vernetzten, hochmolekularen Werkstoff ergeben. Es sind keine extrahierbaren Anteile, wie Weichmacher, enthalten. Die Vulkollan-Typen sind in den Härtestufen von 65° bis 95° Shore A verfügbar.

In der Gruppe der sog.“Polyurethane“ gibt es eine Vielzahl verschiedener Rezepturen, Typen, Komponenten und Anbieter, in einer breiten Palette an Härten und Eigenschaftsprofilen.

Bei den „Polyurethanen“ gibt es für nahezu jede Anwendung spezielle Formulierungen mit den jeweiligen Handelsbezeichnungen, „Vulkollan“ im Speziellen ist bekannt für das sehr ausgewogene Leistungsspektrum, vor allem aber die sehr gute dynamische Belastbarkeit.

Ohne Einfärbungen besitzen Produkte aus „Vulkollan“ eine charakteristische bräunliche Eigenfärbung, die in verschiedenen Schattierungen auftreten kann, ohne dabei die Eigenschaften zu beeinflussen. Siehe hierzu auch die Sonderbroschüre der Bayer AG über Vulkollan.

„Polyurethane“ sind je nach chemischer Zusammensetzung naturfarbig von milchig weiß bis honigfarben, die Nachdunkelung unter Lichteinfluß ist in der Regel geringer als bei „Vulkollan“.

Schließlich liegen Produkte aus „Vulkollan“ aufgrund der aufwändigen Verarbeitung und der zT sehr teuren Rohstoffe preislich häufig höher als die konventioneller „Polyurethane“.

 
zurück >>